Dienstag, 17. März 2026

Ich prädige Selbstakzeptanz und oft wirkt es so als würde ich jeden Morgen aufwachen und jede Falte am Bauch, jede Grübelfalte in meinem Gesicht alles an mir einfach schön finden, als würde ich nie in den Spiegel schauen und mir wünschen mir wurde eine Andere Entgegenschauen...

Dem ist nicht so, ich bin eine Frau, ich lebe 2026, in einer von Männern und Ängsten und Schönheitsidealen geprägten Welt, wie sollte ich freu sein von Selbstzweifeln und Angst...

Ich bin eine Frau im Patriarchat und ich habe erkannt das ich nicht gegen mich kämpfen muss, das nichts gewonnen ist wenn sie mich lieben und schön finden, Ich habe meinen wahren feind lokalisiert und meine wunden versorgt, ich habe Frieden mit mir geschlossen und mir verziehen. 

Jetzt geht es weiter


 Ich bin eine Frau im Patriarchat.

Und manchmal fühle ich mich

hässlich,

zu dick,

zu dumm,

einsam,

alleine,

klein,

unterdrückt

und unfrei.

Nicht, weil ich das bin –

sondern weil ich eine Frau im Patriarchat bin.

Wie du.

Wie viele von uns.

Der Unterschied zu früher ist:

Ich kämpfe nicht mehr gegen mich,

sondern gegen das Patriarchat.

So wie du.

So wie viele da draußen.

Ich fühle, was da ist,

ohne mich von meinen Gedanken

definieren zu lassen.

Ich nutze meine Gefühle.

Ich gehe durch sie hindurch.

Ich schaue hinter sie.

Und ich erkenne:

Hinter meiner Abwertung

liegt Traurigkeit.

Hinter der Traurigkeit

liegt Wut.

Und wir erkennen:

Wir fühlen, was da ist,

ohne uns von unseren Gedanken

definieren zu lassen.

Wir nutzen unsere Gefühle.

Wir gehen durch sie hindurch.

Wir schauen hinter sie.

Und wir sehen:

Hinter der Abwertung unserer Körper,

unserer Psyche,

unseres Wertes

liegt Traurigkeit.

Und hinter der Traurigkeit

liegt unsere heilige Wut.

Unser Zorn.

Und hinter diesem Zorn,

dieser heiligen Wut,

liegt Liebe.

Eine tiefe Gewissheit,

dass wir

das Gesicht dieser Welt

verändern werden.

Frauen –

und alle Menschen,

die erkennen,

dass das Weibliche in dieser Welt

nicht länger unterdrückt,

kleingehalten,

belächelt

und missbraucht werden darf –

wir finden uns.

In kleinen Gruppen.

In einem Lächeln zur Begrüßung.

In einer helfenden Hand.

In Gesprächen am Lagerfeuer.

Im ehrlichen Teilen

von Sorge und Angst

über das,

was dieser Welt widerfährt.

Lasst uns zusammentun.

Lasst uns leben,

was uns fehlt

in dieser Welt.

Lasst es uns machen.

Lasst es uns einfach machen.

Lasst uns nicht länger glauben,

es sei halt so.

Wir seien machtlos.

Wir sind nicht machtlos.

Wir sind machtvoll.

Groß.

Stark.

Und heute sollten sie

ein wenig Angst vor uns haben –

denn wir werden

das Gesicht dieser Welt

verändern.

Wir sind die Möglichkeit.

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